Mondholz vom Mittelalter bis zur Neuzeit
Im Mittelalter betonte Hrabanus Maurus (780-856) die Bedeutung des richtigen Fällzeitpunkts, indem er feststellte: „Holzwürmer befallen Bäume, welche zur unrechten Zeit geschlagen wurden.“ Dieser Gedanke wurde 1550 von Konrad von Meyenburg wieder aufgegriffen, der ebenfalls die Problematik des Holzwurms bei zu falscher Zeit geschlagenem Holz beschrieb. 1570 wurde daraufhin von einem Architekten ein idealer Fällzeitpunkt empfohlen: Herbst und Winter bei abnehmendem Mond.
Im Jahr 1669 nahm die Bedeutung des Mondholzes weiter zu, als ein französisches Forstgesetz den abnehmenden Mond als offiziellen Fällzeitpunkt vorschrieb. Ab 1786 verdichteten sich die Überlieferungen und das weitergegebene Wissen von Zimmermeistern, Förstern und Waldbauern. Diese Überlieferungen betonten immer wieder die Jahreszeit der Saftruhe und den abnehmenden Mond als entscheidende Faktoren für die Qualität des Holzes.
Bereits im frühen Mittelalter wurden hölzerne Kaminkonstruktionen aus Mondholz gefertigt, die sich als schwer brennbar und schwer entzündbar erwiesen. Diese Holzkamine, insbesondere aus Lärchenholz, hielten über Jahrhunderte hinweg. Heute gibt es zahlreiche verschiedene Aufzeichnungen und Überlieferungen, die immer wieder auf die Bedeutung des Mondholzes hinweisen und diese Praxis durch die Geschichte hinweg bestätigen.
Die verschiedenen historischen Berichte und gesetzlichen Vorgaben aus unterschiedlichen Epochen und Regionen verdeutlichen die tief verwurzelte Tradition und das weitreichende Erfahrungswissen um die Vorzüge des Mondholzes. Diese Hinweise führen die Geschichte des Mondholzes kontinuierlich fort und unterstreichen seine Bedeutung in der Vergangenheit bis in die heutige Zeit.