Geschnitzte Marionettenfigur einer Frau mit Strohhut und weißer Bluse, im Hintergrund bunte, gemusterte Stoffbänder.

Salzburger Marionettentheater

Vom Wald und den Brettern, die die Welt bedeuten

Das weiche und aromatisch duftende Holz der Zirbe findet nicht nur als Möbel oder Wandverkleidung seinen Weg in unser Leben. Es eignet sich auch besonders gut für feine Schnitz- und Bildhauereiarbeiten, wie sie im Salzburger Marionettentheater zu bewundern sind.

Feines Holz braucht feines Handwerk

Thoma Symbolbild eines frisch gefällten Baumstamms in einem alpinen Wald: Im Vordergrund ragt ein großer, hellgelb geschnittener Baumstumpf aus dem Waldboden, umgeben von abgesägten Ästen, Reisig und niedrigem Bewuchs. Dahinter öffnet sich der Blick in ein sanft abfallendes Tal mit einem schmalen Bach, einem geschwungenen Weg und dicht stehenden Nadelbäumen. Zwischen dem dunklen Grün leuchten einzelne Lärchen in warmen Orange- und Goldtönen. Die Aufnahme stellt die natürliche Herkunft des Mondholzes von Thoma in den Mittelpunkt, das für die Marionetten des Salzburger Marionettentheaters verwendet wird.

Feines Holz braucht feines Handwerk

Einen Teil des Zirbenholzes, das wir in unserem Hobelwerk zu Innenschalungen und Tischlerware verarbeitet, sponsern wir dem Marionettentheater in der Landeshauptstadt. Es stammt aus Südtiroler Gebirgswäldern, wo die Bäume aufgrund der extremen Höhenlagen nur langsam wachsen können. Dadurch entsteht besonders feines Holz mit engen Jahrringen. Viele der Zirben haben Jahrhunderte überdauert bevor sie bei abnehmendem Mond geschlagen werden.

Vor solch einem Stamm zu stehen erfüllt das Herz mit Demut. Wir sehen es als unsere Verantwortung das Beste aus den Stämmen herauszuholen, um dieses Gefühl der Wertschätzung den folgenden Generationen weitergeben zu können.

Wenn Holz zu Ausdruck wird

Mehrere handgefertigte Marionetten hängen nebeneinander vor einem hellen Hintergrund, ihre zahlreichen dünnen Spielfäden verlaufen senkrecht durch das gesamte Bild. Zu sehen sind unterschiedlich gestaltete menschliche Figuren mit geschnitzten und bemalten Gesichtern, darunter eine Frau mit rotem Haar und gemusterter Jacke, eine Figur mit brauner Kapuze, eine Frau mit kurzem orangefarbenem Haar und grünem Kleid sowie weitere Figuren in dunkler Kleidung. Die Aufnahme auf der Thoma Website veranschaulicht, wie Mondholz auch für detailreiche Holzfiguren und traditionelles Marionettenhandwerk eingesetzt werden kann.

Wenn Holz zu Ausdruck wird

Besonders schön ist es, wenn der Baum durch die Hände geschickter Handwerker und Künstler zu neuem Leben erwacht. In einem langen Prozess entstehen im Salzburger Marionettentheater aus einem mächtigen Baum zarte und ausdrucksstarke Puppen.

300 bis 400 Stunden Arbeit stecken in einer Marionette und nicht nur das Schnitzereihandwerk will zu ihrer Herstellung beherrscht werden.

Von der Skizze zur Persönlichkeit

Auf der Thoma Website ist eine technische Entwurfszeichnung für eine Marionettenfigur des Salzburger Marionettentheaters zu sehen. Auf einem großen Blatt Papier sind Vorder- und Seitenansicht einer stilisierten weiblichen Figur mit feinen Gesichtszügen skizziert, ergänzt durch Maßlinien, Zahlenangaben und konstruktive Hilfslinien. Der Körper ist in einzelne Bauteile wie Kopf, Oberkörper, Arme und Verbindungsstücke gegliedert, wodurch der planvolle Aufbau der Marionette sichtbar wird. Das Bild zeigt anschaulich, wie präzise die Figuren vorbereitet werden, bevor sie aus Mondholz von Thoma gefertigt werden.

Von der Skizze zur Persönlichkeit

Durch Skizzen und Muster werden die Ideen zuerst greifbar gemacht. Bevor es ans Schnitzen geht werden die Köpfe mit Ton modelliert. Jeder Puppenspieler ist am Entwicklungsprozess beteiligt und macht die Puppe so zu einem Unikat mit einzigartigem Charakter und Ausdruck.

Mit beeindruckender Handwerkskunst entstehen feingliedrige Hände und lebendige Gesichtszüge. Zahlreiche Gelenke aus Scharnieren und Lederbändern ermöglichen natürliche Bewegungen.

Bis ins kleinste Detail

Detailaufnahme einer Marionettenfigur aus Holz: Im Mittelpunkt liegen die fein geschnitzten Hände mit langen, schlanken Fingern und rot bemalten Fingernägeln auf einem weißen Stoffkleid. Die hölzernen Gelenke an den Unterarmen und Ellbogen sind sichtbar und mit kleinen Metallscharnieren verbunden, was die Beweglichkeit der Figur erkennen lässt. Ein zarter Spitzenstoff und ein lilafarben gemusterter Ärmel umgeben die Arme und verleihen der Marionette eine elegante, theatralische Wirkung. Dieses Thoma Anwendungsbild zeigt die handwerkliche Detailarbeit an den Marionetten des Salzburger Marionettentheaters, die aus Mondholz gefertigt werden.

Bis ins kleinste Detail

Mit viel Liebe zum Detail wird auch die Kleidung geschneidert – von kleinen Schuhen aus Handschuhleder bis hin zu wallenden Röcken aus leicht fallenden Stoffen.

Die Fäden, die Leben geben

Detailaufnahme zahlreicher kunstvoll gestalteter Marionetten, die dicht nebeneinander an dünnen schwarzen Fäden hängen. Im Vordergrund dominiert der große geschnitzte Kopf eines weißen Pferdes mit langer brauner Mähne aus Garn, dunklem Auge und deutlich ausgearbeiteter Schnauze. Dahinter sind mehrere farbig bemalte menschliche Figuren mit unterschiedlichen Gesichtern, Frisuren und Kostümen zu erkennen. Das Thoma Symbolbild zeigt den Einsatz von Mondholz im kunsthandwerklichen Bereich, hier am Beispiel traditioneller Marionetten und geschnitzter Figuren.

Die Fäden, die Leben geben

Zu guter Letzt werden die Fäden gesetzt. Durch sie und das, vom Gründer des Salzburger Marionettentheaters entwickelte, Führungskreuz werden besonders menschliche Bewegungen möglich.

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